Blitzschlag verursacht Dachstuhlbrand in Steinbach

Geschrieben am 21.06.2019.

Schwere Unwetter zogen am Pfingstmontag, den 10. Juni 2019, gegen 21 Uhr über das Erzgebirge hinweg. Eine sogenannte Superzelle entstand über Tschechien und erfasste dann mit Hagel, Sturm und Starkregen den Raum Annaberg. Straßen standen binnen weniger Minuten unter Wasser. Insgesamt wurden an diesem Abend 39 Einsätze im Erzgebirgskreis dokumentiert. Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um technische Hilfeleistungen wie Schlammlawinen beseitigen oder Keller auspumpen. Auf der Bundesstraße B95 verwandelte sich die Straße in eine Hagel-Seen-Landschaft und der Winterdienst kam zum Einsatz.


Die Wolkenformation über Annaberg ließ nichts Gutes erahnen. Foto: Ronny Küttner/photoron

In Steinbach sorgte ein Blitzeinschlag für Aufregung und einen Großeinsatz der Feuerwehren der umliegenden Orte. Der Blitz schlug in die mit Heu gefüllte Scheune eines Bauerngutes im Oberdorf ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Eine Anwohnerin beschrieb die Geschehnisse folgendermaßen: „Es kam Wind auf, ich habe Blitze fotografiert, dann war es kein Spaß mehr. Dann kam Hagel, Blitze. Auf einmal waren die Blitze ringsherum. Dann hat es klatsch gemacht, wir dachten bei uns hat es eingeschlagen und dann brennt vom Nachbar das Dach, aber sowas von!“


Der Dachstuhlbrand unmittelbar nach dem Blitzschlag. Foto: FFW Steinbach

Um 21:13 Uhr heulten in Steinbach, Grumbach, Satzung, Reitzenhain und Arnsfeld die Sirenen. Auch die Drehleiter aus Marienberg wurde benötigt. Dem sofortigen Handeln aller 77 Einsatzkräfte unter der Leitung des Steinbacher Wehrleiters Peter Tippmann, der selbst Augenzeuge des Blitzeinschlages gewesen war, ist es zu verdanken, dass das Haus nicht abgebrannt ist und weiter bewohnt werden kann. Einsatzmaßnahmen waren der gezielte und schnelle Angriff über das Scheunentor bis unter das Dach der Scheune sowie der konzentrierte Innenangriff unter Atemschutz über das Wohngebäude zum Schutz desselbigen. Der Dachstuhl von Scheune und Wohnhaus war nur durch eine schmale Wand voneinander getrennt, sodass hier ein Übergreifen der Flammen unbedingt verhindert werden musste. Dies gelang mit vereinten Kräften. Das notwendige Löschwasser wurde unter anderem über eine 700 Meter lange Wasserversorgung aus dem Steinbacher Schwimmbad gefördert und mittels Tanklöschfahrzeugen gepuffert.


Die Fahrzeugaufstellung des LF Arnsfeld und des GTLF Reitzenhain. Foto: FFW Arnsfeld

Während die FFW Steinbach bis zum Sonnenaufgang die Brandwache absicherte, war gegen 23:00 Uhr der Einsatz für alle weiteren Kameraden beendet. Die FFW Arnsfeld war mit 15 Einsatzkräften vor Ort, da der Mannschaftstransportwagen der Gemeindefeuerwehr Mildenau zum Zeitpunkt der Alarmierung in Arnsfeld stationiert war. Warum es kurz nach 21:30 Uhr eine zweite Alarmierung über Meldeempfänger und Sirene gegeben hat, konnte bislang nicht geklärt werden.


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